Dosierung bei Niereninsuffizienz
Indapamid
 
Q0 * 0.96 [2]
HWZ ** 16.5 h [3]
Aktive Metaboliten Bekannte Metaboliten inaktiv. [3]
UAW an der Niere und Harnwegen Sehr selten: Nierenversagen. [3]
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Durch Hypovolämie, hervorgerufen durch den diuretikabedingten Wasser- und Natriumverlust zu Therapiebeginn, kann es zu einer Verminderung der glomerulären Filtration und dadurch zu einem Anstieg des Harnstoff-Stickstoffs im Blut und des Serumkreatinins kommen. Diese vorübergehende funktionelle Niereninsuffizienz kann eine vorbestehende Niereninsuffizienz verschlechtern. [3]
Studien bei Niereninsuffizienz Indapamid ist nicht dialysierbar. [1,3] Bei Patienten mit hochgradiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 10-30 ml/min) unterschieden sich die Bioverfügbarkeit und die pharmakokinetischen Parameter nicht signifikant von denen bei Patienten ohne oder mit leicht- und mittelgradiger Nierenisuffizienz. [1]
Renale Kontraindikation Schwere Niereninsuffizienz. [3]
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit leicht- bis mittelgradiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance >30 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Bei Kreatinin-Clearance <30 ml/min sollte Indapamid nicht angewendet werden.
 
Referenzen
  1. Acchiardo SR, Skoutakis VA. Clinical efficacy, safety, and pharmacokinetics of indapamide in renal impairment. Am Heart J 1983;106:237-44.
  2. Campbell DB, Phillips EM. Short term effects and urinary excretion of the new diuretic, indapamide, in normal subjects. Eur J Clin Pharmacol 1974;7:407-14.
  3. Fachinformation Indapamid-CT 2,5 mg Hartkapseln, Stand März 2018
 
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Letzte Aktualisierung: 20.04.2020