Dosierung bei Niereninsuffizienz
Lopinavir
 
Q0 * Hoch [1]
HWZ ** 5.5 h [1]
Aktive Metaboliten 4-Oxo- und 4-Hydroxy-Epimerenpaar; geringe renale Elimination [1]
UAW an der Niere und Harnwegen Gelegentlich: Erniedrigte Kreatinin-Clearance, Nephritis, Hämaturie [1]
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Ein erhöhtes Risiko ist nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde bisher nicht in kontrollierten Studien untersucht. Aufgrund einer hohen Plasmaproteinbindung ist nicht zu erwarten, dass Lopinavir durch Hämo- oder Peritonealdialyse in bedeutsamem Umfang eliminiert wird [1].
In einem Fallbericht wurde eine größtenteils unveränderte Pharmakokinetik unter Hämodialyse berichtet [3].
Ergebnisse einer unkontrollierten Studie zeigten leicht verminderte Talspiegel unter Hämodialyse [2].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Kaletra® 200 mg/50 mg Filmtabletten, Stand September 2019
  2. Gupta SK, Rosenkranz SL, Cramer YS, Koletar SL, Szczech LA, Amorosa V, Hall SD. The pharmacokinetics and pharmacogenomics of efavirenz and lopinavir/ritonavir in HIV-infected persons requiring hemodialysis. AIDS 2008;22:1919-27.
  3. Izzedine H, Launay-Vacher V, Legrand M, Lieberherr D, Caumes E, Deray G. ABT 378/r: a novel inhibitor of HIV-1 protease in haemodialysis. AIDS 2001;15:662-4.
 
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Letzte Aktualisierung: 20.03.2020