Dosierung bei Niereninsuffizienz
Dipyridamol
 
Q0 * > 0.99 [2]
HWZ ** 3 h [1]
Aktive Metaboliten Mono- (und Di)glukuronid von Dipyramidol, welche erheblich schwächer wirksam sind als die Muttersubstanz und nur zu 5 % renal ausgeschieden werden [1,2].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [2].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Eine Studie mit Hämodialyse-Patienten zeigte kein erhöhtes UAW-Risiko im Vergleich zu Placebo [3].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance bis zu 15 ml/min wurden keine Veränderung der Pharmakokinetik festgestellt [1].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [2].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
 
Referenzen
  1. SmPC - Dipyridamole 25mg Tablets
  2. Fachinformation Aggrenox® 200 mg/25 mg Retardkapseln, Stand Juni 2015
  3. Dixon BS, Beck GJ, Vazquez MA, Greenberg A, Delmez JA, Allon M, Dember LM, Himmelfarb J, Gassman JJ, Greene T, Radeva MK, Davidson IJ, Ikizler TA, Braden GL, Fenves AZ, Kaufman JS, Cotton JR Jr, Martin KJ, McNeil JW, Rahman A, Lawson JH, Whiting JF, Hu B, Meyers CM, Kusek JW, Feldman HI, DAC Study Group. Effect of dipyridamole plus aspirin on hemodialysis graft patency. N Engl J Med 2009;360:2191-201.
 
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Letzte Aktualisierung: 07.06.2019