Dosierung bei Niereninsuffizienz
Ofatumumab
 
Q0 * Hoch [1,2]
HWZ ** 1.3 d Nach wiederholter Gabe: 11-14 Tage [1].
Aktive Metaboliten Keine Metaboliten bekannt [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik bei Patienten mit hochgradiger Niereninsuffizienz wurde bisher nicht untersucht [1].
Antikörper werden üblicherweise über Proteolyse abgebaut. Aufgrund des hohen Molekulargewichts von Ofatumumab (149 kDa) ist keine relevante glomeruläre Filtration zu erwarten, so dass bei niereninsuffizienten Patienten keine relevante Änderung der Pharmakokinetik zu erwarten ist [2].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Ofatumumab hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Arzerra, Stand April 2010
  2. Czock D, Keller F, Seidling HM. Pharmacokinetic predictions for patients with renal impairment: focus on peptides and protein drugs. Br J Clin Pharmacol 2012;74:66-74.
 
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Letzte Aktualisierung: 20.12.2013