Dosierung bei Niereninsuffizienz
Triamteren
 
Q0 * ≥ 0.7 [1-3]
HWZ ** 4 h In der Literatur werden Werte zwischen 1.5 und 7 aufgeführt. Angegeben ist eine mittlere HWZ [1-4].
Aktive Metaboliten p-Hydroxytriamterensulfatester [4]
Q0: Die Ausscheidung ist bei Niereninsuffizienz verlangsamt.
Konzentration: Etwa 10 x höher als Triamteren.
p-Hydroxytriamteren
Q0: Hoch (≥ 0.7).
UAW an der Niere und Harnwegen Triamteren kann selten akutes Nierenversagen infolge Dehydratation und Hypovolämie bei exzessiver Diurese und sehr selten Verschlimmerung eines akuten Nierenversagens sowie abakterielle interstitielle Nephritiden mit konsekutivem akutem Nierenversagen verursachen.
Renale Kontraindikation Der Hersteller gibt an, dass Dytide H (Triamteren / Hydrochlorothiazid) bei einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min nicht und bei 30 - 60 ml/min nur mit besonderer Vorsicht eingenommen werden darf.
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Wirkstoffe mit renal eliminierten aktiven Metaboliten
Obwohl der Q0-Wert von Triamteren hoch ist, ist wegen der Bildung eines vorwiegend renal eliminierten aktiven Metaboliten bei eingeschränkter Nierenfunktion Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Dettli L. Pharmakokinetische Daten für die Dosisanpassung. In: Grundlagen der Arzneimitteltherapie. Herausgegeben durch die Sektion Klinische Pharmakologie der Schweizerischen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie. 14. Auflage. Basel: Documed; 1996. p. 13-21.
  2. Fachinformation Dytide® H, Stand Oktober 2003
  3. Taeschner W, Vozeh S. Pharmacokinetic drug data. In: Speight TM, Holford NHG, editors. Avery´s Drug Treatment. 4th ed. adis International; 1997. Appendix A: p. 1629-64.
  4. Triamterene. In: Dollery C, editor. Therapeutic drugs. 2nd ed. Edinburgh: Churchill Livingstone; 1999. p. T169-71.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011