Dosierung bei Niereninsuffizienz
Cefuroxim
 
Q0 * 0.06 [1]
HWZ ** 1.3 h [1]
UAW an der Niere und Harnwegen Cefuroxim kann einen Anstieg der Serumkreatinin-Werte oder des Blutharnstoffs, sowie eine Verminderung der Kreatinin-Clearance verursachen [1]. Akkumulation von Cefuroxim bei Nierenfunktionsstörungen kann zu zentralnervösen Erregungszuständen, Krampfanfällen und Myoklonien, wie sie auch für andere Cephalosporine beschrieben worden sind, führen.
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Kreatinin-Clearance ≥20 ml/min ist bei intravenöser Anwendung keine Dosisanpassung notwendig. Darunter ist folgende Dosierung möglich [2-4].
- Kreatinin-Clearance 10-<20 ml/min: 750 mg alle 12 h
- Kreatinin-Clearance <10 ml/min: 750 mg alle 24 h
- Hämodialysepatienten: Startdosis 1500 mg; Erhaltungsdosis 750 mg alle 24 h, nach Dialyse zusätzlich 750 mg.
- Kontinuierliche extrakorporale Nierenersatztherapie mit CVVH(DF): 750-1500 mg alle 12 h.
 
Referenzen
  1. Cefuroxim Fresenius, Stand Februar 2008.
  2. Fachinformation Cefuroxim Fresenius 1500mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung, Stand Juni 2013
  3. Czock D, Keller F. Antibiotikadosierung bei Dialysepatienten. Der Nephrologe 2014;9:477-87.
  4. Czock D, Schwenger V, Kindgen-Milles D, Joannidis M, John S, Schmitz M, Jörres A, Zarbock A, Oppert M, Kielstein JT, Willam C. [Dose adjustment of anti-infective drugs in patients with renal failure and renal replacement therapy in intensive care medicine : Recommendations from the renal section of the DGIIN, ÖGIAIN and DIVI]. Med Klin Intensivmed Notfmed 2018;113:384-392.
 
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Letzte Aktualisierung: 05.02.2019