Dosierung bei Niereninsuffizienz
Trastuzumab
 
Q0 * Hoch [1]
HWZ ** 19 d [1]
Aktive Metaboliten Keine Metaboliten bekannt [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Häufig: Nierenerkrankung [1].
Nicht bekannt: membranöse Glomerulonephritis, Glomerulonephropathie, Nierenversagen [1].
Eine schwerwiegende Nierenfunktionsstörung wurde in einer klinischen Studie bei 0,3 % der Patienten festgestellt [2]. Dabei ist offen, ob Trastuzumab tatsächlich Nierenfunktionsstörungen verursacht oder ob diese durch eine Begleittherapie verursacht wurden.
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde bisher nicht untersucht. Eine populations-pharmakokinetische Analyse hat keinen Hinweis auf einen Einfluss einer eingeschränkten Nierenfunktion auf die Verfügbarkeit von Trastuzumab ergeben [1].
Eine Nierenfunktionsstörung kann die Kardiotoxizität von Trastuzumab erhöhen (OR = 3,32 für eine eGFR < 78 ml/min/1,73 m2) [3].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Herceptin® 150 mg Pulver zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats, Stand April 2018
  2. Slamon D, Eiermann W, Robert N, Pienkowski T, Martin M, Press M, Mackey J, Glaspy J, Chan A, Pawlicki M, Pinter T, Valero V, Liu MC, Sauter G, von Minckwitz G, Visco F, Bee V, Buyse M, Bendahmane B, Tabah-Fisch I, Lindsay MA, Riva A, Crown J. Adjuvant trastuzumab in HER2-positive breast cancer. N Engl J Med 2011;365:1273-83.
  3. Russo G, Cioffi G, Di Lenarda A, Tuccia F, Bovelli D, Di Tano G, Alunni G, Gori S, Faggiano P, Tarantini L. Role of renal function on the development of cardiotoxicity associated with trastuzumab-based adjuvant chemotherapy for early breast cancer. Intern Emerg Med 2012;7:439-46.
 
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Letzte Aktualisierung: 14.09.2018