Dosierung bei Niereninsuffizienz
Pixantron
 
Q0 * 0.9 [1-4].
HWZ ** 22 h [1-3].
Aktive Metaboliten Bekannte Metaboliten inaktiv [2].
UAW an der Niere und Harnwegen Unter Pixantron kann es zum Tumorlyse-Syndrom mit Hyperurikämie, Elektrolytentgleisungen und Nierenschäden kommen.
In Studien wurde sehr häufig Chromaturie (blauer Urin), häufig Proteinurie, Hämaturie und gelegentlich Oligurie beobachtet [2].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Ein erhöhtes Risiko ist nicht bekannt [1,2], Studien in Patienten mit hochgradiger Niereninsuffizienz wurden jedoch bisher nicht durchgeführt.
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde bisher nicht untersucht [2].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Prophylaxe:
- Ausreichende Hydrierung
- Alkalisierung des Urins
- Prophylaxe mit Allopurinol oder anderen Wirkstoffen zur Verhinderung einer Hyperurikämie
 
Referenzen
  1. Jamal-Hanjani M, Pettengell R. Pharmacokinetic evaluation of pixantrone for the treatment of non-Hodgkin's lymphoma. Expert Opin Drug Metab Toxicol 2011;7:1441-8.
  2. Fachinformation Pixuvri 29 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung, Stand März 2014
  3. Dawson LK, Jodrell DI, Bowman A, Rye R, Byrne B, Bernareggi A, Camboni G, Smyth JF. A clinical phase I and pharmacokinetic study of BBR 2778, a novel anthracenedione analogue, administered intravenously, 3 weekly. Eur J Cancer 2000;36:2353-9.
  4. Faivre S, Raymond E, Boige V, Gatineau M, Buthaut X, Rixe O, Bernareggi A, Camboni G, Armand JP. A phase I and pharmacokinetic study of the novel aza-anthracenedione compound BBR 2778 in patients with advanced solid malignancies. Clin Cancer Res 2001;7:43-50.
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2017 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 19.01.2016