Dosierung bei Niereninsuffizienz
Pioglitazon
 
Q0 * > 0.8 [2]
HWZ ** 7 h [2]
Aktive Metaboliten M-III, HWZ 27 Stunden. M-IV, HWZ 27 Stunden [3].
UAW an der Niere und Harnwegen Häufig: Hämaturie.
Gelegentlich: Glykosurie, Proteinurie [2].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Ein erhöhtes Risiko ist nicht bekannt [2].
Studien bei Niereninsuffizienz In Patienten mit einer Kreatininclearance <30 ml/min war die AUC von Pioglitazon, M-III und M-IV auf 60%, 55% und 82% reduziert [4].
In insulinpflichtigen Hämodialyse-Patienten hatte Pioglitazon einen additiven Effekt auf die Blutzuckerkontrolle, ohne dass das Risiko für Hypoglykämien erhöht war [1].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [2,3].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
 
Referenzen
  1. Galle J, Kleophas W, Dellanna F, Schmid VH, Forkel C, Dikta G, Krajewski V, Fuchs W, Forst T, Pfützner A. Comparison of the Effects of Pioglitazone versus Placebo when Given in Addition to Standard Insulin Treatment in Patients with Type 2 Diabetes Mellitus Requiring Hemodialysis: Results from the PIOren Study. Nephron Extra 2012;2:104-14.
  2. Fachinformation Actos® 15 mg Tabletten, Stand Juni 2014
  3. Fritsche L, Budde K, Glander P, Einecke G, Diekmann F, Schötschel R, Neumayer HH. Treating type 2 diabetes in renal insufficiency: the role of pioglitazone. Int J Clin Pharmacol Ther 2003;41:488-91.
  4. Budde K, Neumayer HH, Fritsche L, Sulowicz W, Stompôr T, Eckland D. The pharmacokinetics of pioglitazone in patients with impaired renal function. Br J Clin Pharmacol 2003;55:368-74.
 
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Letzte Aktualisierung: 26.01.2015