Dosierung bei Niereninsuffizienz
Belatacept
 
Q0 * 1 [2]
HWZ ** 9 d [1]
Aktive Metaboliten Keine Metaboliten bekannt [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Sehr häufig: Proteinurie, erhöhte Kreatinin-Werte, Dysurie, Hämaturie
Häufig: Nierentubulusnekrose, Nierenvenenthrombose, Nierenarterienstenose, Glykosurie, Hydronephrose, vesikoureteraler Reflux, Harninkontinenz, Harnretention, Nykturie
Gelegentlich: Thrombose der Nierenarterie, Nephritis, Nephrosklerose, Nierentubulusatrophie, hämorrhagische Zystitis, Nierenfibrose [1].
Dabei ist offen, ob Belatacept tatsächlich Nierenfunktionsstörungen verursacht oder ob die angegebenen UAW durch die Grunderkrankung selbst verursacht sind. Das Risiko für eine Transplantatthrombose scheint unter Immunsuppression mit Belatacept etwas häufiger zu sein als unter Immunsuppression mit Ciclosporin [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Ein erhöhtes Risiko ist nicht bekannt.
Studien bei Niereninsuffizienz Größere Proteine werden üblicherweise über Proteolyse abgebaut. Aufgrund des hohen Molekulargewichts von Belatacept (90,6 kDa [3]) ist keine relevante glomeruläre Filtration zu erwarten, so dass bei niereninsuffizienten Patienten keine Änderung der Pharmakokinetik zu erwarten ist [4].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Nulojix 250 mg Pulv. f. e. Konz. z. Herst. e. Inf., Stand April 2013
  2. Nulojix- Fachinformation des Schweizer Arzneimittelkompendiums
  3. European Medicines Agency Assessment Report Nulojix
  4. Czock D, Keller F, Seidling HM. Pharmacokinetic predictions for patients with renal impairment: focus on peptides and protein drugs. Br J Clin Pharmacol 2012;74:66-74.
 
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Letzte Aktualisierung: 04.08.2014