Dosierung bei Niereninsuffizienz
Trastuzumab emtansin
 
Q0 * Hoch [1]
HWZ ** 4 d [1,2]
Aktive Metaboliten Mertansin (= DM1) [1,3].
Nach Internalisierung des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats, wird nach Spaltung des Thioethers der zytotoxische Wirkstoff Mertansin intrazellulär freigesetzt. Im Plasma wurden bisher nur sehr niedrige Konzentrationen dieses Mitosehemmstoffes beobachtet [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Ein erhöhtes Risiko ist nicht bekannt [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Antikörper werden üblicherweise über Proteolyse abgebaut. Aufgrund des hohen Molekulargewichts von Trastuzumab emtansin | PAR (148.5 kDa) ist keine relevante glomeruläre Filtration zu erwarten, so dass bei niereninsuffizienten Patienten keine Änderung der Pharmakokinetik zu erwarten ist [1].
Die Pharmakokinetik von Trastuzumab emtansin bzw. DM1 bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz wurde bisher nicht untersucht [1].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Kadcyla® 100 mg Pulver zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats, Stand November 2013
  2. Girish S, Gupta M, Wang B, Lu D, Krop IE, Vogel CL, Burris Iii HA, LoRusso PM, Yi JH, Saad O, Tong B, Chu YW, Holden S, Joshi A. Clinical pharmacology of trastuzumab emtansine (T-DM1): an antibody-drug conjugate in development for the treatment of HER2-positive cancer. Cancer Chemother Pharmacol 2012;69:1229-40.
  3. Erickson HK, Lambert JM. ADME of antibody-maytansinoid conjugates. AAPS J 2012;14:799-805.
 
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Letzte Aktualisierung: 04.08.2014