Dosierung bei Niereninsuffizienz
Tapentadol
 
Q0 * 0.9 [1].
HWZ ** 4.5 h [3].
Aktive Metaboliten Keine bekannt [1,2].
UAW an der Niere und Harnwegen Gelegentlich: Harnverhalt und Pollakisurie [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz AUC und Cmax von Tapentadol waren bei Patienten mit normaler bis stark eingeschränkter Nierenfunktion vergleichbar [1].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit leichter oder mäßiger Einschränkung der Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung notwendig. Studien mit Patienten mit starker Einschränkung der Nierenfunktion liegen nicht vor, weshalb die Anwendung bei diesem Patientenkollektiv laut Hersteller nicht empfohlen wird [1]. Da der Q0-Wert von Tapentadol jedoch hoch ist, wird erwartet, dass auch bei starker Nierenfunktionseinschränkung keine Dosisanpassung notwendig ist.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Palexia, Stand November 2012
  2. Terlinden R, Kogel BY, Englberger W, Tzschentke TM. In vitro and in vivo characterization of tapentadol metabolites. Methods Find Exp Clin Pharmacol 2010;32:31-8.
  3. Terlinden R, Ossig J, Fliegert F, Lange C, Göhler K. Absorption, metabolism, and excretion of 14C-labeled tapentadol HCl in healthy male subjects. Eur J Drug Metab Pharmacokinet 2007;32:163-9.
 
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Letzte Aktualisierung: 25.07.2013