Dosierung bei Niereninsuffizienz
Aprepitant
 
Q0 * 1 [1].
HWZ ** 11 h [1].
Aktive Metaboliten Es sind zwölf Metabolite identifiziert. Diese gelten als schwach aktiv [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Gelegentlich: Dysurie
Selten: Pollakisurie [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz sank die AUC von Aprepitant auf 58%. Bei gleichzeitiger mäßiger Verringerung der Proteinbindung kam es zu keiner signifikanten Änderung der AUC von ungebundenem Aprepitant [1,2].
Aprepitant ist nicht in relevantem Umfang dialysierbar [1,2].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Aprepitant hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten [1].
 
Referenzen
  1. Fachinformation Aprepitant , Stand Dezember 2012
  2. Bergman AJ, Marbury T, Fosbinder T, Swan S, Hickey L, Bradstreet TE, Busillo J, Petty KJ, Aiyer KJ, Constanzer M, Huskey SE, Majumdar A. Effect of impaired renal function and haemodialysis on the pharmacokinetics of aprepitant. Clin Pharmacokinet 2005;44:637-47.
 
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Letzte Aktualisierung: 28.06.2013