Dosierung bei Niereninsuffizienz
Dapagliflozin
 
Q0 * unbekannt [1,3]
HWZ ** 12.9 h [1]
Aktive Metaboliten Keine bekannt [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Häufig: Harnwegsinfektionen, Dysurie, Polyurie
Gelegentlich: Kreatininerhöhung, Nykturie.
Bei Personen im Alter von ≥65 Jahren wurde über Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer eingeschränkten Nierenfunktion oder Nierenversagen bei 2,5% der mit
Dapagliflozin behandelten Personen und bei 1,1% der mit Placebo behandelten Personen berichtet [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Keine bekannt [3].
Studien bei Niereninsuffizienz Die Wirksamkeit ist bei Patienten mit moderater Nierenfunktionsstörung reduziert und bleibt wahrscheinlich bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung aus [1].
Bei GFR <60 ml/min war die HbA1c Senkung nach 24 Wochen statistisch nicht signifikant [2].
In Patienten mit mittelgradiger Niereninsuffizienz war die HbA1c Senkung nach 24 Wochen nicht besser als unter Placebo [4].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei GFR <60 ml/min sollte Dapagliflozin nicht gegeben werden.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Forxiga, Stand November 2012
  2. FDA Advisory Committee Meeting Dapagliflozin July 19, 2011; UCM264312.pdf
  3. Kasichayanula S, Liu X, Benito MP, Yao M, Pfister M, Lacreta FP, Humphreys WG, Boulton DW. The influence of kidney function on dapagliflozin exposure, metabolism, and efficacy in healthy subjects and in patients with type 2 diabetes mellitus. Br J Clin Pharmacol 2012;xx:xx.
  4. Kohan DE, Fioretto P, Tang W, List JF. Long-term study of patients with type 2 diabetes and moderate renal impairment shows that dapagliflozin reduces weight and blood pressure but does not improve glycemic control. Kidney Int 2013;xx:xx.
 
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Letzte Aktualisierung: 21.03.2014