Dosierung bei Niereninsuffizienz
Zoledronsäure
 
Q0 * Niedrig [1]
HWZ ** 146 h [1]
Aktive Metaboliten Keine bekannt [1,2].
UAW an der Niere und Harnwegen Zoledronsäure ist nephrotoxisch [1-5].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Bei Patienten mit vorbestehender Nierendysfunktion besteht ein erhöhtes Risiko für ein Nierenversagen [1].
Renale Kontraindikation Anwendung bei Osteoporose: schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance <35ml/min) [1].
Anwendung bei Tumorerkrankungen: Bei Kreatinin-Clearance <30ml/min wird eine Gabe nicht empfohlen [2].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Einmalige Gabe oder Gabe einmal pro Jahr (z.B. Osteoporose) [1].
- bei Patienten mit einer GFR >35 ml/min ist keine Dosisanpassung nötig.
- bei GFR <35 ml/min sollte Zoledronsäure nicht gegeben werden.
Gabe alle 3-4 Wochen (z.B. bei Tumorerkrankungen) [2].
- bei GFR >60 ml/min: 4,0mg Zoledronsäure
- bei GFR 50-60 ml/min: 3,5mg Zoledronsäure
- bei GFR 40-49 ml/min: 3,3mg Zoledronsäure
- bei GFR 30-39 ml/min: 3,0mg Zoledronsäure
- bei GFR <30 ml/min sollte Zoledronsäure nicht gegeben werden.
Monitoring: Kreatinin vor jeder Gabe.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Aclasta® 5mg Infusionslsg., Stand Februar 2012
  2. Fachinformation Zometa® 4mg/5ml Konz., Stand August 2011
  3. Shah SR, Jean GW, Keisner SV, Ussery SM, Dowell JE. Risk of renal failure in cancer patients with bone metastasis treated with renally adjusted zoledronic acid. Support Care Cancer2012;20:87-93.
  4. Perazella MA, Markowitz GS. Bisphosphonate nephrotoxicity. Kidney Int. 2008;74:1385-93.
  5. Cha YJ, Lee YJ. Risk factors for renal impairment in patients with solid tumors or multiple myeloma treated with zoledronic acid. Int J Clin Pharmacol Ther 2013;51:274-82.
 
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Letzte Aktualisierung: 13.11.2013