Dosierung bei Niereninsuffizienz
Orlistat
 
Q0 * unbekannt [1]
HWZ ** 16.5 h [2]
Aktive Metaboliten Es gibt zwei Metabolite (M1 und M3) mit schwacher Aktivität (1000- bzw. 2500fach schwächer als Orlistat). In Hinblick auf die geringe inhibitorische Wirkung werden diese Metaboliten als pharmakologisch unwirksam betrachtet [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Oxalat-Nephropathie (unbekannte Häufigkeit:) [1].
In den ersten 12 Monaten nach Beginn mit Orlistat hatten 2% der Patienten eine akute Nierenstörung. Die Ursache war im Einzelfall jedoch nicht bekannt [3].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Keine bekannt [1].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung notwendig, die Nierenfunktion sollte aber regelmäßig kontrolliert werden.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Xenical, Stand März 2009
  2. McNeely W, Benfield P. Orlistat. Drugs 1998;56:241-49.
  3. Weir MA, Beyea MM, Gomes T, Juurlink DN, Mamdani M, Blake PG, et al. Orlistat and acute kidney injury: an analysis of 953 patients. Arch Intern Med 2011;171:703-4.
 
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Letzte Aktualisierung: 11.10.2012