Dosierung bei Niereninsuffizienz
Eltrombopag
 
Q0 * 1.0 [1].
HWZ ** 26.5 h [1].
Aktive Metaboliten Nicht beschrieben [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Gelegentlich: Nierenversagen, Leukozyturie, Lupusnephritis, Nykturie, Proteinurie, erhöhte Harnstoff- und Kreatinin-Werte, erhöhtes Protein/Kreatinin-Verhältnis im Urin, Harnwegsinfekte [1].
Ein Einzelfall wurde akutes Nierenversagen, Antiphospholipid-Syndrom und idiopathische thrombozytopenische Purpura unter Eltrombopag-Therapie (mit positivem De- und Rechallenge von Eltrombopag) beschrieben [2].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Die AUC von Eltrombopag war bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz um 32-36% verringert. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz war die AUC um 60% verringert, gegenüber gesunden Probanden. Eltrombopag wird durch Hämodialyse nicht eliminiert [1,3].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Eltrombopag hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
Monittoring: Serum-Kreatinin, Proteinurie.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Revolade. Stand März 2010
  2. Sperati CJ, Streiff MB. Acute renal failure in a patient with antiphospholipid syndrome and immune thrombocytopenic purpura treated with eltrombopag. Am J Hematol 2010;85:724-6.
  3. Bauman JW, Vincent CT, Peng B, Wire MB, Williams DD, Park JW. Effect of hepatic or renal impairment on eltrombopag pharmacokinetics. J Clin Pharmacol, 2011;51:739-750.
 
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Letzte Aktualisierung: 29.09.2011