Dosierung bei Niereninsuffizienz
Rituximab (CHO-Zellen)
 
Q0 * Hoch
HWZ ** 21 d [1].
Aktive Metaboliten Keine bekannt [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Akutes Nierenversagen im Rahmen eines Tumorlysesyndroms [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Bisher keine bekannt [1-3].
Studien bei Niereninsuffizienz Auf Grund des hohen Molekulargewichts von 145 kDa ist eine renale Elimination von Rituximab nicht zu erwarten.
In 2 Fallberichten wird die Gabe von Rituximab bei terminaler Niereninsuffizienz bzw. akutem Nierenversagen als effektiv und gut verträglich beschrieben, ohne dass hierbei die Dosis angepasst werden musste [2,3].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
 
Referenzen
  1. Fachinformation MabThera, Stand November 2010
  2. Jillella AP, Dainer PM, Kallab AM, Ustun C. Treatment of a patient with end-stage renal disease with rituximab: pharmacokinetic evaluation suggests rituximab is not eliminated by hemodialysis. Am J Hematol 2002;71:219-22.
  3. Tokar M, Rogachev B, Levi I, Yerushalmi R, Ariad S, Geffen DB. Rituximab in a patient with acute renal failure due to B-cell lymphomatous infiltration of the kidneys. Leuk Lymphoma 2004; 45:819-20.
 
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Letzte Aktualisierung: 29.07.2011