Dosierung bei Niereninsuffizienz
Certolizumab pegol
 
Q0 * > 0.9 geschätzter Wert [1].
HWZ ** 14 d terminale Eliminationsphase [1].
Aktive Metaboliten Nicht beschrieben [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Gelegentlich: Nierenfunktionsstörungen, Symptome der Blase und Harnröhre.
Selten: Nephropathie einschl. Nephritis [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde bisher nicht untersucht [1].
Antikörper werden üblicherweise über Proteolyse abgebaut. Aufgrund des hohen Molekulargewichts von Certolizumab (90 -145 kDa) ist eine glomeruläre Filtration nicht zu erwarten, so dass bei niereninsuffizienten Patienten keine Änderung der Pharmakokinetik zu erwarten ist.
Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass der PEG-Anteil vorwiegend renal eliminiert wird [2]. Bei wiederholter Gabe ist daher bei Niereninsuffizienz eine Akkumulation zu erwarten, von der jedoch unklar ist, ob daraus eine toxische Wirkung resultiert.
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Cimzia® 200 mg Inj.-Lsg., Stand Oktober 2009
  2. Pap T, Parton T, King L, Parker G, Nesbitt A. Im Menschen wurde der PEG-Anteil von CERTOLIZUMAB PEGOL nach Abspalten vom Fab,-Fragment schnell renal eliminiert (Abstract). Nur online verfügbar. http://dgrh.de/fileadmin/media/Die_DGRH/Jahreskongresse/2009/3x3_Sessions/klinisch/K09_50.02.pdf
 
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Letzte Aktualisierung: 23.08.2011