Dosierung bei Niereninsuffizienz
Gadoversetamid
 
Q0 * unbekannt
HWZ ** unbekannt
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Auf Grund der einmaligen Applikation ist bei Patienten mit leichteren Nierenfunktionsstörungen eine Dosisreduktion nicht erforderlich.
Gadoversetamid gehört zu den Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln mit hohem Risiko für das Auftreten einer nephrogenen systemischen Fibrose (NSF).
Vor der Verabreichung ist bei allen Patienten durch Laboruntersuchungen das Vorliegen einer Nierenfunktionsstörung abzuklären.
Die Verwendung Gadolinium-haltiger Kontrastmittel mit hohem Risiko ist bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (GFR <30 ml/min) kontraindiziert.
Bei Patienten mit moderater Einschränkung der Nierenfunktion (GFR 30-59 ml/min) soll eine einfache und möglichst niedrige Dosis angewendet werden. Die Anwendung eines Gadolinium-haltigen Kontrastmittels soll für mindestens 7 Tage nicht wiederholt werden.
Es gibt keine Belege, die dafür sprechen, bei bisher nicht dialysepflichtigen Patienten mit der Hämodialyse zu beginnen, um einer NSF vorzubeugen oder sie zu behandeln [1].
Bei Patienten mit GFR <30 ml/min sollte ein Gadolinium-haltiges Kontrastmittels mit zyklischer Struktur (Gadobutrol, Gadoteridol, Gadotersäure) erwogen werden.
 
Referenzen
  1. http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/Weitere/Archiv/2010/20100903.pdf
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011