Dosierung bei Niereninsuffizienz
Eslicarbazepin
 
Q0 * 0.38 [1].
HWZ ** 15 h [1].
Aktive Metaboliten Eslicarbazepin, R-Licarbazepin und Oxcarbazepin [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Gelegentlich: Nykturie [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Bei vorbestehenden Nierenerkrankungen und Diuretikatherapie kann häufiger eine Hyponatriämie auftreten [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (GFR 10-30 ml/min) war die AUC der aktiven Metaboliten nach Einmalgabe 2-3 fach erhöht [2].
Eslicarbazepin und Metaboliten können durch Hämodialyse eliminiert werden [1,2]. Nach zwei Standard-Hämodialysen nähern sich die Metaboliten-Konzentrationen der Nachweisgrenze [2].
Renale Kontraindikation Nicht beschrieben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Die Dosis sollte entsprechend der Kreatinin-Clearance angepasst werden.
- Kreatinin-Clearance > 60 ml/min: keine Dosisanpassung notwendig.
- Kreatinin-Clearance 30-60 ml/min: Anfangsdosis von 400 mg jeden zweiten Tag für 2 Wochen, anschließend einmal täglich 400 mg. Abhängig von der individuellen Reaktion kann die tägliche Dosis erhöht werden.
- Kreatinin-Clearance < 30 ml/min: die Anwendung wird aufgrund unzureichender Daten bei Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion nicht empfohlen.
Monitoring: Plasma Natriumkonzentration.
 
Referenzen
  1. ZEBINIX® 800 mg/70 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Fachinformation. Stand Juli 2009.
  2. Maia J, Almeida L, Falcão A, Soares E, Mota F, Potgieter MA, Potgieter JH, Soares-da-Silva P. Effect of renal impairment on the pharmacokinetics of eslicarbazepine acetate. Int J Clin Pharmacol Ther 2008;46:119-30.
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2017 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 28.04.2011