Dosierung bei Niereninsuffizienz
Nimustin
 
Q0 * unbekannt
HWZ ** 0.6 h [1].
Aktive Metaboliten Hauptmetabolit ist DMPP (3,4-dihydro-7-methylpyrimido(4,5-a)pyrimldine-2-(1H)on), aus dem hydroxylierte Verbindungen freigesetzt werden, aus denen aktive alkylierende Kationen entstehen, die vermutlich für die antineoplastischen und toxischen Eigenschaften verantwortlich sind [1,2].
UAW an der Niere und Harnwegen Nierenveränderungen mit Abnahme der Nierengröße, fortschreitender Azotämie und Nierenversagen werden sehr selten nach hohen kumulativen Dosen und Langzeitbehandlung beobachtet. Nierenschädigungen werden auch gelegentlich nach niedrigeren Gesamtdosen beobachtet [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde bisher nicht untersucht [1].
Renale Kontraindikation "Vorsicht ist geboten bei eingeschränkter Nierenfunktion" [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da Nimustin durch Metabolisierung eliminiert wird, ist der Q0-Wert vermutlich hoch und eine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz erscheint deshalb als nicht notwendig.
Da die Eliminationswege der aktiven Metaboliten und die Pharmakokinetik bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht bekannt sind, sollte Nimustin bei Patienten mit GFR 30-60 ml/min nur unter besonders engmaschiger Kontrolle und bei GFR<30 ml/min nicht eingesetzt werden.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Acnu 50 mg, Stand November 2008
  2. Van der Houwen OAGJ, Beijnen JH, Bult A, Bekers O, Goossen RMJ, Underberg WJM. Degradation kinetics of the antitumour drug nimustine (ACNU) in aqueous solution. Int J Pharm 1993;99:73-8.
 
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Letzte Aktualisierung: 28.04.2011