Dosierung bei Niereninsuffizienz
Treosulfan
 
Q0 * 0.76 [1,2].
HWZ ** 88 min [1].
Allgemeines Treosulfan ist ein Prodrug.
Aktive Metaboliten Treosulfan Mono- und Di-epoxid [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Sehr selten: hämorrhagische Zystitis [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Nicht beschrieben [1].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Treosulfan hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Allerdings liegen keine Erfahrungen bei Patienten mit Niereninsuffizienz vor, so dass eine Gabe nur unter besonders engmaschiger klinischer Kontrolle erfolgen sollte.
Da eine hämorrhagische Zystitis auftreten kann, wird Patienten empfohlen bis zu 24 Stunden nach der Gabe vermehrt zu trinken.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Ovastat, Stand April 2008
  2. Scheulen ME, Hilger RA, Oberhoff C, Casper J, Freund M, Josten KM, Bornhäuser M, Ehninger G, Berdel WE, Baumgart J, Harstrick A, Bojko P, Wolf HH, Schindler AE, Seeber S. Clinical phase I dose escalation and pharmacokinetic study of high-dose chemotherapy with treosulfan and autologous peripheral blood stem cell transplantation in patients with advanced malignancies. Clin Cancer Res. 2000;6:4209-4216.
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2017 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 23.03.2011