Dosierung bei Niereninsuffizienz
Temozolomid
 
Q0 * ≥ 0.9 [1,3]
HWZ ** 1.8 h [1,2,4]
Aktive Metaboliten MTIC [1,2].
UAW an der Niere und Harnwegen Häufig: häufige Miktion, Harninkontinenz [1].
Gelegentlich: Dysurie [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Keine bekannt [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde bisher nicht untersucht. In einer Populations-Pharmakokinetischen Analyse wurde kein Zusammenhang mit der Nierenfunktion festgestellt [1].
Studien zur Dialysierbarkeit von Temozolomid liegen nicht vor. Die pharmakokinetischen Parameter lassen jedoch eine Elimination durch Hämodialyse vermuten.
Renale Kontraindikation Nicht beschrieben [1,2].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Temozolomid hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
Hämodialysepatienten sollten die Dosis am Dialysetag nach Dialyse einnehmen.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Temodal, Stand Juni 2009
  2. BCCA Cancer Drug Manual Temozolomide, Limited revision Mai 2010
  3. UpToDate Online 18.2, 2010
  4. Marzolini C, Decosterd LA, Shen F, Gander M, Leyvraz S, Bauer J, Buclin T, Biollaz J, Lejeune F. Pharmacokinetics of temozolomide in association with fotemustine in malignant melanoma and malignant glioma patients: comparison of oral, intravenous, and hepatic intra-arterial administration. Cancer Chemother Pharmacol. 1998;42:433-40.
 
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Letzte Aktualisierung: 15.10.2012