Dosierung bei Niereninsuffizienz
Idarubicin
 
Q0 * > 0.9 [2,3].
HWZ ** 21 h [2].
Aktive Metaboliten Idarubicinol (HWZ: 41-69h) [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Hyperurikämie als Folge eines Tumorzerfalls [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nierenfunktionsstörungen können die Toxizität von Idarubicinhydrochlorid verstärken [1].
Studien bei Niereninsuffizienz In Patienten mit Niereninsuffizienz wurde ein Zusammenhang der Idarubicin-Clearance mit der Kreatinin-Clearance gezeigt. In der Gruppe mit Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 20-50 ml/min) war die Clearance von Idarubicin auf 68% und die von Idarubicinol auf 45% reduziert. Die Halbwertszeit von Idarubicin war von 15 auf 19h und die von Idarubicinol von 41 auf 56h verlängert [4].
Renale Kontraindikation Niereninsuffizienz (Serumkreatinin >2,5 mg/dl) [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Laut Hersteller ist Idarubicin bei Patienten mit einem Serum-Kreatinin über 2.5 mg/dl kontraindiziert [1]. Eine Gabe bei solchen Patienten sollte deshalb nur bei guter klinischer Indikation und unter besonders engmaschiger klinischer Kontrolle erfolgen.
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sollte eine Dosisreduktion durchgeführt werden. Dabei muss das Risiko von unerwünschten Wirkungen gegen das Risiko eines unzureichenden Effektes abgewogen werden.
Einige Autoren empfehlen [2]:
GRF 10-50 ml/min: 75% der Dosis.
GFR <10 ml/min: 50% der Dosis.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Zavedos, Stand Februar 2009
  2. Aronoff GR, Bennett WM, Berns JS, Brier ME, Kasbekar N, Mueller BA, Pasko DA, Smoyer WE. Drug Prescribing in Renal Failure - Dosing Guidelines for Adults and Children. 5th ed. Philadelphia. American College of Physicians 2007
  3. Lu K, Savaraj N, Kavanagh J, Feun LG, Burgess M, Bodey GP, Loo TL. Clinical pharmacology of (DMDR). Cancer Chemother Pharmacol. 1986;17:143-8.
  4. Camaggi CM, Strocchi E, Carisi P, Martoni A, Tononi A, Guaraldi M, Strolin-Benedetti M, Efthymiopoulos C, Pannuti F. Idarubicin metabolism and pharmacokinetics after intravenous and oral administration in cancer patients: a crossover study. Cancer Chemother Pharmacol. 1992;30:307-16.
 
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Letzte Aktualisierung: 28.04.2011