Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bosentan
 
Q0 * > 0.9 [1,2,4]
HWZ ** 6 h In der Literatur werden Werte zwischen 5 und 7 aufgeführt. Angegeben ist eine mittlere HWZ. [3]
Aktive Metaboliten Schwach aktiver Metabolit (Akkumulation bei mittelgradiger Einschränkung der Niereninsuffizienz klinisch irrelevant) [1,2].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei hochgradiger Niereninsuffizienz lagen die Plasmakonzentrationen von Bosentan etwa 10% niedriger. Plasmakonzentrationen der Bosentan-Metaboliten waren ungefähr auf das Doppelte erhöht [1].
Bosentan ist nicht relevant dialysierbar [1,5].
In Fallberichten von Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz wurde über eine gute Verträglichkeit berichtet [5,6].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Tracleer®, Stand November 2012
  2. Tracleer®. Arzneimittelkompendium der Schweiz. Stand Mai 2006. Verfügbar unter www.documed.ch; aufgerufen am 15.01.2007
  3. Dingemanse J, van Giersbergen PL. Influence of severe renal dysfunction on the pharmacokinetics and metabolism of bosentan. Int J Clin Pharmacol Ther 2002;43:1089-115.
  4. Weber C, Gasser R, Hopfgartner G. Absorption, excretion and metabolism of the endothelin receptor antagonist bosentan in healthy male subjects. Drug Metab Dispos 1999;27:810-5.
  5. Liefeldt L, van Giersbergen PL, Dingemanse J, Rudolph B, Walde T, Budde K, Neumayer HH, Hocher B. Treatment of secondary pulmonary hypertension with bosentan and its pharmacokinetic monitoring in ESRD. Am J Kidney Dis 2004;43:923-6.
  6. Yasuda T, Tanabe N, Konishi K, Shigeta A, Shinohara M, Toyama S, Nakamura M, Maruoka M, Tada Y, Takiguchi Y, Tatsumi K, Kuriyama T. [Pulmonary hypertension in a patient on chronic hemodialysis]. Nihon Kokyuki Gakkai Zasshi 2009;47:52-6.
 
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Letzte Aktualisierung: 01.10.2013