Dosierung bei Niereninsuffizienz
Amsacrin
 
Q0 * 0.85 [2].
HWZ ** 8 h [1,2].
Aktive Metaboliten Nicht beschrieben [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Häufig: Hämaturie.
Selten: Proteinurie, Nierenversagen, erhöhter Kreatininwert [3,4].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Bei Niereninsuffizienz kann die Toxizität von Amsacrin erhöht sein [4].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [3,4].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Amsacrin-Dosis auf 60-75mg / m² Körperoberfläche täglich reduziert werden, so dass in einem 5-tägigen Behandlungszyklus
300-375mg/m² Körperoberfläche verabreicht werden [4].
 
Referenzen
  1. Jurlina JL, Varcoe AR, Paxton JW. Pharmacokinetics of amsacrine in patients receiving combined chemotherapy for treatment of acute myelogenous leukemia. Cancer Chemother Pharmacol. 1985;14:21-5.
  2. Hall SW, Friedman J, Legha SS, Benjamin RS, Gutterman JU, Loo TL. Human pharmacokinetics of a new acridine derivative, 4'-(9-acridinylamino)methanesulfon-m-anisidide (NSC 249992). Cancer Res. 1983;43:3422-6.
  3. Amsidyl: Arzneimittelkompendium der Schweiz, Stand April 2003.
  4. Fachinformation und Gebrauchsinformation Amsidyl, Stand Dezember 2008
 
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Letzte Aktualisierung: 20.12.2013