Dosierung bei Niereninsuffizienz
Alemtuzumab
 
Q0 * Hoch [1,2].
HWZ ** 8 h Nach erster Gabe [1].
Allgemeines Die Halbwertszeit ist sehr variabel und ändert sich bei wiederholter Gabe. Nach der ersten 30 mg Dosis war die HWZ 8 Stunden (2-32 Stunden), nach der letzten 30 mg Dosis war sie 6 Tage (Bereich 1-14 Tage) [1].
Aktive Metaboliten Nicht beschrieben [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Gelegentlich: verringerter Harnfluss, Dysurie, Hämaturie, Harninkontinenz, Polyurie, gestörte Nierenfunktion [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde bisher nicht untersucht [1].
Antikörper werden üblicherweise über Proteolyse abgebaut [3]. Aufgrund des hohen Molekulargewichts von etwa 150 kDa ist keine relevante glomeruläre Filtration zu erwarten, so dass bei niereninsuffizienten Patienten keine Änderung der Pharmakokinetik zu erwarten ist.
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1,2].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
 
Referenzen
  1. Fachinformation MabCampath, Stand August 2009
  2. Elter T, Molnar I, Kuhlmann J, Hallek M, Wendtner C. Pharmacokinetics of alemtuzumab and the relevance in clinical practice. Leuk Lymphoma. 2008;49:2256-2262.
  3. Tang L, Persky AM, Hochhaus G, Meibohm B. Pharmacokinetic aspects of biotechnology products. J Pharm Sci 2004;93:2184-204.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011