Dosierung bei Niereninsuffizienz
Fulvestrant
 
Q0 * 0.99 [1].
HWZ ** 50 d [1].
Aktive Metaboliten Die identifizierten Metaboliten (einschließlich 17-Keton-, Sulfon-, 3-Sulfat-, 3- und 17-Glucuronidmetaboliten) sind in Antiöstrogenmodellen teilweise ähnlich aktiv wie Fulvestrant und könnten zumindest teilweise renal elimniert werden [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Häufig Infektionen des Harntraktes [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz In einer Populationsanalyse (Patienten mit GFR >30 ml/min) zeigte sich kein Zusammenhang zwischen der Nierenfunktion und der Clearance von Fulvestrant [2].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patientinnen mit leichter bis mittelschwerer Einschränkung der Nierenfunktion (GFR >30 ml/min) ist keine Dosisanpassung notwendig. Bei GFR <30 ml/min sollte Fulvestrant aufgrund der unbekannten Pharmakokinetik der aktiven Metaboliten nur unter strenger Indikationsstellung gegeben werden.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Faslodex® 250mg/5ml Injektionslsg., Stand März 2009
  2. Faslodex™ 250mg/5ml Injektionslösung. EPAR, Scientific Discussion. Aufgerufen am 15.07.2010.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011