Dosierung bei Niereninsuffizienz
Zolmitriptan
 
Q0 * 0.7 [1]
HWZ ** 2.2 h [1]
Allgemeines Die renale Clearance ist größer als die glomeruläre Filtrationsrate, was für eine renale tubuläre Sekretion spricht. Der Anbieter empfiehlt bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance ≥ 15 ml/min keine Dosisanpassung. Zolmitriptan ist kontraindiziert bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance <15 ml/min [2].
Aktive Metaboliten N-Desmethyl-Zolmitriptan
Q0: 0.65
HWZ: 2.3 h
UAW an der Niere und Harnwegen Polyurie, Erhöhung der Miktionsfrequenz, überhöhter Harndrang [2].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Zolmitriptan hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Gillotin C, Bagnis C, Mamet JP, Peck RW, Deray G. No need to adjust the dose of 311C90 (zolmitriptan), a novel anti-migraine treatment, in patients with renal failure not requiring dialysis. Int J Clin Pharmacol Ther 1997;35:522-6.
  2. Fachinformation AscoTop® 2,5 mg/5 mg Filmtabletten. Stand September 2007
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011