Dosierung bei Niereninsuffizienz
Verapamil
 
Q0 * 0.96
HWZ ** 5 h
Aktive Metaboliten Norverapamil (HWZ: etwa 8 h)
Aktivität: Die pharmakologische Aktivität beträgt etwa 20 %, verglichen mit Verapamil.
Konzentration: Ähnlich oder grösser als diejenige von Verapamil.
UAW an der Niere und Harnwegen Keine bekannt [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten In Fallberichten wurden bradycarde Herzrhythmusstörungen bei Patienten mit Niereninsuffizienz und erhöhtem Serum-Kalium beschrieben. In der Mehrzahl dieser Fälle wurde retardiertes Verapamil gegeben [2,3].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Verapamil hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig.
Monitoring: Kalium.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Isoptin, Stand Juli 2010
  2. Letavernier E, Couzi L, Delmas Y, Moreau K, Murcott O, de Précigout V. Verapamil and mild hyperkalemia in hemodialysis patients: a potentially hazardous association. Hemodial Int 2006;10:170-2.
  3. Hegazi MO, Aldabie G, Al-Mutairi S, El Sayed A. Junctional bradycardia with verapamil in renal failure - care required even with mild hyperkalaemia. J Clin Pharm Ther 2012;37:726-8.
 
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Letzte Aktualisierung: 12.11.2012