Dosierung bei Niereninsuffizienz
Vecuronium
 
Q0 * 0.8
HWZ ** 1 h [1]
Aktive Metaboliten 3-Desacetylvecuronium [2].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Patienten mit Nierenversagen war der Dosisbedarf bei kontinuierlicher Infusion auf etwa 80% reduziert [2].
Bei kritisch kranken Patienten wurde nach kontinierlicher Gabe eine verlängert neuromuskuläre Blockade von 6 Stunden bis 7 Tagen berichtet [3].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist bei kurzzeitiger Gabe keine Dosisanpassung erforderlich.
Bei wiederholter bzw. längerer Gabe ist bei Patienten mit Niereninsuffizienz mit einer verlängerten Wirkung zu rechnen.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Vecuronium Inresa, Stand September 2008
  2. Gramstad L. Atracurium, vecuronium and pancuronium in end-stage renal failure. Dose-response properties and interactions with azathioprine. Br J Anaesth 1987;59:995-1003.
  3. Segredo V, Caldwell JE, Matthay MA, Sharma ML, Gruenke LD, Miller RD. Persistent paralysis in critically ill patients after long-term administration of vecuronium. N Engl J Med 1992;327:524-8.
 
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Letzte Aktualisierung: 12.07.2012