Dosierung bei Niereninsuffizienz
Tizanidin
 
Q0 * > 0.97 [1,2,4]
HWZ ** 4 h [1,2]
Aktive Metaboliten Keine bekannt [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Hämodialyse: Fallbericht schildert Bradykardie bei hämodialysierter Patientin ohne kardiale Anamnese [3].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Niereninsuffizienz doppelt so hohe maximale Plasmaspiegel als bei gesunden Probanden und terminale Halbwertszeit auf etwa 10 Stunden verlängert [1].
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance <25 ml/min) kann die systemische Exposition von Tizanidin um das 6-Fache im Vergleich zu einem Patienten mit normaler Nierenfunktion erhöht sein [1].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Kreatininclearance <25 ml/min:
Behandlung einleiten mit Tizanidin 2 mg einmal täglich. Dosissteigerung in kleinen Schritten je nach Verträglichkeit und therapeutischer Wirkung (zuerst tägliche Dosierung steigern, erst dann ggf. Anzahl der täglichen Verabreichungen erhöhen) [1,2].
 
Referenzen
  1. Fachinformation Sirdalud®, Stand April 2011
  2. Sirdalud®/Sirdalud® MR Fachinformation des Arzneimittel-Kompendium der. Stand Dezember 2005.
  3. Kitabata Y, Orita H, Kamimura M, Shiizaki K, Narukawa N, Abe T, Kobata H, Akizawa T. Symptomatic bradycardia probably due to tizanidine hydrochloride in a chronic hemodialysis patient. Ther Apher Dial 2005;9:74-7
  4. Shellenberger MK, Groves L, Shah J, Novack GD. A controlled pharmacokinetic evaluation of tizanidine and baclofen at steady state. Drug Metab Dispos 1999;27:201-4.
 
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Letzte Aktualisierung: 07.01.2013