Dosierung bei Niereninsuffizienz
Theophyllin
 
Q0 * 0.85 Bei Neugeborenen 0.5 [1].
HWZ ** 8 h Raucher: 4-5 h, Kinder 3-5 h, Frühgeborene >24 h [1].
Aktive Metaboliten 3-Methylxanthin [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Ein mögliche Verstärkung von urämischen gastrointestinalen Symptomen und ein erhöhtes Risiko für theophyllinassoziierte Neurotoxizität wurde vermutet, welche möglicherweise durch eine reduzierte Proteinbindung [3] oder Akkumulation von Metaboliten [4] bedingt sein könnten.
Studien bei Niereninsuffizienz Die Theophyllin-Clearance ist bei Niereninsuffizienz unverändert [1,2]. Theophyllin ist effektiv dialysierbar [1,5,6].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Theophyllin hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Euphylong Stand der Information Juni 2011.
  2. Bauer LA, Bauer SP, Blouin RA. The effect of acute and chronic renal failure on theophylline clearance. J Clin Pharmacol. 1982;22:65-8.
  3. Vanholder R, Van Landschoot N, De Smet R, Schoots A, Ringoir S. Drug protein binding in chronic renal failure: evaluation of nine drugs. Kidney Int. 1988;33:996-1004.
  4. Nicot G, Charmes JP, Lachatre G, Sautereau D, Valette JP, Eichler B, Leroux-Robert C. Theophylline toxicity risks and chronic renal failure. Int J Clin Pharmacol Ther Toxicol. 1989;27:398-401.
  5. Kradjan WA, Martin TR, Delaney CJ, Blair AD, Cutler RE. Effect of hemodialysis on the pharmacokinetics of theophylline in chronic renal failure. Nephron. 1982;32:40-4.
  6. Lee CS, Marbury TC, Perrin JH, Fuller TJ. Hemodialysis of theophylline in uremic patients. J Clin Pharmacol. 1979;19:219-26.
 
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Letzte Aktualisierung: 06.02.2012