Dosierung bei Niereninsuffizienz
Tamoxifen
 
Q0 * Hoch [1,5,6].
HWZ ** 143 h [1-3].
Aktive Metaboliten 4-Hydroxy-N-Desmethyl-Tamoxifen = Endoxifen (HWZ 310h), N-Desmethyl-Tamoxifen (HWZ 329h) [3].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [5].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde bisher nicht systematisch untersucht. Eine relevante Änderung der Pharmakokinetik bei Nierenfunktionsstörungen ist nicht zu erwarten [4].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [5].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Tamoxifen hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Haefeli WE. Pharmakokinetische/Toxikologische Daten. In: von Planta M, Herausgeber. Memorix, Innere Medizin. 4. Auflage. Chapman&Hall; 1996: S. 447-78.
  2. Morello KC, Wurz GT, DeGregorio MW. Pharmacokinetics of selective estrogen receptor modulators. Clin Pharmacokinet 2003;42:361-72.
  3. Kivistö KT, Villikka K, Nyman L, Anttila M, Neuvonen PJ. Tamoxifen and toremifene concentrations in plasma are greatly decreased by rifampin. Clin Pharmacol Ther 1998;64:648-54.
  4. Sutherland CM, Sternson LA, Muchmore JH, Ball JE, Cerise EJ. Effect of impaired renal function on tamoxifen. J Surg Oncol 1984;27:222-3.
  5. Fachinformation Nolvadex®, Stand Dezember 2007
  6. Fromson JM, Pearson S, Bramah S. The metabolism of tamoxifen (I.C.I. 46,474). II. In female patients. Xenobiotica 1973;3:711-4.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011