Dosierung bei Niereninsuffizienz
Streptomycin
 
Q0 * 0.35 [3]
HWZ ** 2.5 h [1]
UAW an der Niere und Harnwegen Häufig werden die Nierentubuli mit einer mehr oder weniger reversiblen Einschränkung der Nierenfunktion geschädigt. Die Nierenfunktion ist unter Therapie engmaschig zu kontrollieren [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Hämodialyse: Streptomycin wird durch Hämodialyse entfernt. Jeweils am Ende einer Hämodialyse muss daher einmalig eine zusätzliche Dosis von 3,5 bis 5 mg Streptomycin pro Kilogramm Körpergewicht gegeben werden [1].
Peritonealdialyse: Streptomycin ist bei physilogischer Peritoneumfunktion praktisch nicht peritoneal dialysierbar [1,2].
Renale Kontraindikation Bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz mit einer glomerulären Filtrationsrate unter 30 ml/min darf Streptomycin nur bei vitaler Indikation gegeben werden [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen kann Streptomycin auch intermittierend 2- bis 3-mal wöchentlich in konventionellen Dosen von 0,7 bis 1 g Streptomycin gegeben werden [1].
 
Referenzen
  1. Fachinformation StreptoHefaŽ, Stand Januar 2005
  2. McGovern EM, Thomson AH, Bala VR, Subramanian, Rodger RS. Streptomycin dose requirements in continuous ambulatory peritoneal dialysis. Nephrol Dial Transplant 1994;9:331-2.
  3. Adcock JD, Hettig RA. Absorption, distribution and excretion of streptomycin. Arch Intern Med 1946;77:179-95.
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2017 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 23.03.2011