Dosierung bei Niereninsuffizienz
Rufinamid
 
Q0 * 0.95 [2,3]
HWZ ** 9 h [1,2]
Allgemeines Rufinamid wird vorwiegend durch Hydrolyse der Carboxylamidgruppe zum inaktiven Metaboliten CGP 47292 verstoffwechselt [2].
Studien bei Niereninsuffizienz Hämodialyse: Die Plasmaspiegel waren um etwa 30 % reduziert, wenn nach Anwendung von Rufinamid eine Hämodialyse eingesetzt wurde [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Rufinamid hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. EMEA, Inovelon, Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. Verfügbar unter: http://www.emea.europa.eu/humandocs/PDFs/EPAR/inovelon/H-660-PI-de.pdf. Aufgerufen am 10.12.2007.
  2. ED Deeks, LJ Scott. Rufinamide. CNS Drugs 2006;20:751-60.
  3. Waldmeier F, Gschwind H-P, Rouan M-C, Sicufi A, Czendlik C. Metabolism of the new anticonvulsive trial drug rufinamide (CGP 33101) in healthy male volunteers. Epilepsia 1996;37(Suppl 5):167
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011