Dosierung bei Niereninsuffizienz
Rosuvastatin
 
Q0 * 0.7 [2]
HWZ ** 19 h [1]
Aktive Metaboliten N-Desmethyl-Rosuvastatin [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Häufig Proteinurie [1].
Selten Hämaturie [1].
In Patienten mit elektiven kardiochirurgischen Eingriffen war die perioperative Gabe von Rosuvastatin mit einem erhöhten Risiko für eine akute Nierenschädigung assoziiert (24,7 vs. 19,3 %) [3].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Niereninsuffizienz ist ein Risikofaktor für Myopathie/ Rhabdomyolyse [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) zeigten eine 3-fache Zunahme der Rosuvastatin-Plasmakonzentration und eine 9-fache Erhöhung der Konzentration des N-Desmethylmetaboliten [1].
Renale Kontraindikation Schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Kreatinin-Clearance <60 ml/min sollte die Anfangsdosis 5 mg/d und die Maximaldosis 20 mg/d nicht überschreiten.
Bei Kreatinin-Clearance <30 ml/min sollte Rosuvastatin nicht angewendet werden.
 
Referenzen
  1. Fachinformation CRESTOR® Tbl., Stand März 2009
  2. Martin PD, Warwick MJ, Dane AL, Brindley C, Short T. Absolute oral bioavailability of rosuvastatin in healthy white adult male volunteers. Clin Ther. 2003;25:2553-63.
  3. Zheng Z, Jayaram R, Jiang L, Emberson J, Zhao Y, Li Q, Du J, Guarguagli S, Hill M, Chen Z, Collins R, Casadei B. Perioperative Rosuvastatin in Cardiac Surgery. N Engl J Med 2016;374:1744-53.
 
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Letzte Aktualisierung: 17.05.2016