Dosierung bei Niereninsuffizienz
Rofecoxib
 
Q0 * 1 [1-3]
HWZ ** 17 h [1-3]
UAW an der Niere und Harnwegen NSAR können ein akutes Nierenversagen auslösen, wenn die Aufrechterhaltung des renalen Blutflusses von renalen Prostaglandinen abhängt. Risikofaktoren sind insbesondere ein reduziertes effektives Blutvolumen (Herzinsuffizienz, Leberzirrhose, diuretische Therapie), eine chronische Niereninsuffizienz und Komedikation mit Hemmern des Renin-Angiotensin Systems.
In seltenen Fällen können NSAR eine interstitielle Nephritis, Nierenpapillennekrose, Glomerulonephritis und/oder ein nephrotisches Syndrom auslösen.
Renale Kontraindikation Der Hersteller gibt an, dass Rofecoxib Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (< 30 ml/min) nicht gegeben werden darf.
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Rofecoxib hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
Bei Kreatinin-Clearance <30 ml/min sollte Rofecoxib nicht angewendet werden.
 
Referenzen
  1. Rofecoxib. Stand der Information: 12/2002. [monograph on CD-ROM]. Klasco RK, editor. DRUGDEX® System. MICROMEDEX Inc. Greenwood Village, Colorado.
  2. Scott LJ, Lamb HM. Rofecoxib. Drugs 1999;58:499-505.
  3. Fachinformation VIOXX®, Stand August 2003
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011