Dosierung bei Niereninsuffizienz
Beclometason
 
Q0 * 1.0 [2,4]
HWZ ** 0.5 h [3]
Aktive Metaboliten Lokal:
In der Lunge Bildung des noch aktiveren Metaboliten Beclometason-17-propionat aus Beclometasondipropionat.
Systemisch:
In der Leber mittels First-pass-Effekt Umwandlung in pharmakologisch inaktive Metaboliten [1,3].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Beclometasondipropionat hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Ventolair®, Stand Oktober 2003
  2. Dollery C. Therapeutic Drugs. 2nd Ed. Churchill Livingstone: Edinburgh; 1999.
  3. Daley-Yates PT, Price AC, Sisson JR, Pereira A, Dallow N. Beclomethasone dipropionate: absolute bioavailability, pharmacokinetics and metabolism following intravenous, oral, intranasal and inhaled administration in man. Brit J Clin Pharmacol 2001;51:400-9.
  4. Martin LE, Tanner RJ, Clark TJ. Cochrane GM. Absorption and metabolism of orally administered beclomethsone dipropionate. Clin Pharmacol Ther 1974;15:267-75.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011