Dosierung bei Niereninsuffizienz
Ranolazin
 
Q0 * 0.8 [1]
HWZ ** 7 h [2,3]
Allgemeines Es wurden über 100 Metaboliten identifiziert. Davon waren 47 im Plasma nachweisbar [2].
Aktive Metaboliten CVT-2738 [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Gelegentlich: Dysurie, Hämaturie, Chromaturie [2].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Bei Patienten mit leichter oder mäßiger Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 30-80ml/min) treten öfter Obstipation, Schwindel und Übelkeit auf [2].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR 10-30 ml/min) war die Exposition mit Ranolazin 2-fach und mit dem aktiven Metaboliten 5-fach erhöht [1,2].
Renale Kontraindikation Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (GFR < 30ml/min) ist Ranolazin kontraindiziert [2].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Ranolazin hoch ist, ist primär keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig; die übliche Dosistitration sollte jedoch besonders langsam erfolgen. Bei einer GFR < 30 ml/min sollte Ranolazin nicht gegeben werden.
 
Referenzen
  1. Jerling M, Abdallah H. Effect of renal impairment on multiple-dose pharmacokinetics of extended-release ranolazine. Clin Pharmacol Ther. 2005;78:288-97.
  2. Fachinformation RanexaŽ, Stand Juli 2009
  3. Jerling M. Clinical pharmacokinetics of ranolazine. Clin Pharmacokinet. 2006;45:469-91.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011