Dosierung bei Niereninsuffizienz
Propafenon
 
Q0 * 1 [1-4]
HWZ ** 6 h Bei schnellen Metabolisierern unterliegt Propafenon einer nichtlinearen Kinetik, d.h. die HWZ nimmt mit steigender Dosis zu. Oben ist eine typische HWZ angegeben. Bei langsamen Metabolisierern von Cytochrom P450 2D6 beträgt die HWZ 17 h [1-4].
Aktive Metaboliten 5-Hydroxy-Propafenon
HWZ: 10 h
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Propafenon hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Dettli L. Pharmakokinetische Daten für die Dosisanpassung. In: Grundlagen der Arzneimitteltherapie. Herausgegeben durch die Sektion Klinische Pharmakologie der Schweizerischen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie. 14. Auflage. Basel: Documed; 1996. p. 13-21.
  2. Haefeli WE, Follath F, Dayer P, Galeazzi RL. Konzentrationsmessung von Medikamenten (Therapeutic Drug Monitoring). In: Grundlagen der Arzneimitteltherapie. Herausgegeben durch die Sektion Klinische Pharmakologie der Schweizerischen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie. 14. Auflage. Basel: Documed; 1996. p. 22-30.
  3. Haefeli WE. Pharmakokinetische/Toxikologische Daten. In: von Planta M, Herausgeber. Memorix, Innere Medizin. 4. Auflage. Chapman&Hall; 1996: S. 447-78.
  4. Siddoway LA, Thompson KA, McAllister CB, Wang T, Wilkinson GR, Roden DM, Woosley RL. Polymorphism of propafenone metabolism and disposition in man: clinical and pharmacokinetic consequences. Circulation 1987;75:785-91.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011