Dosierung bei Niereninsuffizienz
Octreotid
 
Q0 * 0.5 [1].
HWZ ** 1.8 h [2,3].
Aktive Metaboliten Nicht beschrieben [2,5].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [2,5].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [2,5].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Dialyse-Patienten war die Octreotid-Clearance um ca. 50% verringert [3,4].
Aufgrund des molekularen Gewichts von 1019 g/mol ist zu vermuten, dass Octreotid low-flux-Filter nur eingeschränkt passiert. Bei high-flux Filtern könnte der Anteil der filtriert wird möglicherweise klinisch relevant sein. Bei Gabe als Monatsdepot ist davon auszugehen, dass die Dialyse wahrscheinlich keinen relevanten Einfluss hat [5].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [2,5].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz (GFR >10 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich [2].
Bei GFR <10 ml/min und intramuskulärer Gabe eines Octreotid-Monatsdepots: Anfangsdosis 10 mg, nachfolgend Dosiserhöhung je nach Ansprechen des Patienten [5].
 
Referenzen
  1. Dettli L. Pharmakokinetische Daten für die Dosisanpassung. In: Grundlagen der Arzneimitteltherapie. Herausgegeben durch die Sektion Klinische Pharmakologie der Schweizerischen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie. 14. Auflage. Basel: Documed; 1996. p. 13-21.
  2. Fachinformation Sandostatin® Fachinformation. Stand Juni 2008
  3. Chanson P, Timsit J, Harris AG. Clinical pharmacokinetics of octreotide. Therapeutic applications in patients with pituitary tumours. Clin Pharmacokinet. 1993;25:375-91.
  4. Kallivretakis N, Yotis A, Del Pozo E, Marbach P, Mountokalakis T, Tolis G. Pharmakokinetics of SMS 201-995 in normal subjects and in patients with severe renal failure. Neuroendocrinol lett. 1985;7:92
  5. FDA label zu Sandostatin LAR®. Stand der Information: März 2008.
 
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Letzte Aktualisierung: 18.02.2011