Dosierung bei Niereninsuffizienz
Norfloxacin
 
Q0 * etwa 0.4 Schätzwert anhand von pharmakokinetischen Änderungen bei Niereninsuffizienz [1].
HWZ ** 3.5 h [1]
Aktive Metaboliten Norfloxacin liegt im Urin als Norfloxacin und in Form von 6 aktiven Metaboliten von geringerer antibakterieller Wirksamkeit vor [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Sehr selten: interstitielle Nephritis, Nierenversagen [1-3].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Patienten mit Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min war die Halbwertszeit auf 7,6 h verlängert [1].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit leicht- bis mittelgradiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance >30 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Kreatinin-Clearance < 30 ml/min: Reduktion auf einmal täglich 400 mg.
 
Referenzen
  1. Fachinformation BARAZAN, FiTab (Teofarma), Stand Juli 2014
  2. Hadimeri H, Almroth G, Cederbrant K, Eneström S, Hultman P, Lindell A. Allergic nephropathy associated with norfloxacin and ciprofloxacin therapy. Report of two cases and review of the literature. Scand J Urol Nephrol 1997;31:481-5.
  3. Boelaert J, de Jaegere PP, Daneels R, Schurgers M, Gordts B, van Landuyt HW. Case report of renal failure during norfloxacin therapy. Clin Nephrol 1986;25:272.
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2017 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 17.05.2017