Dosierung bei Niereninsuffizienz
Nitroxolin
 
Q0 * > 0.99 [1]
HWZ ** 2.6 h [1-3]
Aktive Metaboliten In der Leber gebildete glucuronidierte und sulfatierte Konjugate [1]. Vermutlich sind die Metaboliten nach Exkretion in den Urin noch wirksam [4].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Hämodialyse: Nicht beschrieben [1].
Renale Kontraindikation Bei schweren Nierenfunktionsstörungen [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei mäßig eingeschränkter Nierenfunktion erfolgt die Ausscheidung zeitlich verzögert, klinisch wirksame Urinspiegel werden jedoch erreicht. Bei stärkerer Niereninsuffizienz (Serumkreatinin >2 mg/dl bzw. GFR < 30 ml/min) sollte es nicht gegeben werden, da eine ausreichende Exkretion von Nitroxolin in den Urin und damit die klinische Wirksamkeit nicht mehr gewährleistet ist [1]. Derzeit wird untersucht, ob eine Dosiserhöhung bei einem Serumkreatinin >2 mg/dl empfohlen werden kann [4].
 
Referenzen
  1. Fachinformation Nitroxolin forte®, Stand Februar 2007
  2. Sorel RH, Snelleman C, Hulshoff A. High-performance liquid chromatographic analysis of nitroxoline in plasma and urine. J Chromatogr 1981;222:241-8.
  3. Bergogne-Berezin E, Berthelot G, Muller-Serieys C. [Present status of nitroxoline] Pathol Biol (Paris). 1987;35:873-8.
  4. Gespräch mit der Firma Rosen Pharma GmbH am 11.01.2010.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011