Dosierung bei Niereninsuffizienz
Nitrofurantoin
 
Q0 * 0.5 [1].
HWZ ** 1 h [1].
Aktive Metaboliten Aminofurantoin [3].
UAW an der Niere und Harnwegen Sehr selten Kristallurie [3].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Niereninsuffizienz ist der Hauptrisikofaktor für periphere Neuropathie, die vermutlich durch Akkumulation von Metaboliten entsteht [2,3].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei eingeschränkter Nierenfunktion werden im Urin keine ausreichenden Konzentrationen erreicht [2,3].
Renale Kontraindikation Niereninsuffizienz jeden Grades [3].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Nitrofurantoin sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht gegeben werden.
Einige Autoren sind der Ansicht, dass eine Gabe ab einer GFR von mindestens 40 ml/min vertretbar ist [4].
 
Referenzen
  1. Hoener B, Patterson SE. Nitrofurantoin disposition. Clin Pharmacol Ther. 1981;29:808-16.
  2. Felts JH, Hayes DM, Gergen JA, Toole JF. Neural, hematologic and bacteriologic effects of nitrofurantoin in renal insufficiency. Am J Med. 1971;51:331-9.
  3. Fachinformation Nitrofurantoin-ratiopharm, Stand März 2011
  4. Oplinger M, Andrews CO. Nitrofurantoin contraindication in patients with a creatinine clearance below 60 mL/min: Looking for the evidence. Ann Pharmacother 2013;47:106-11.
 
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Letzte Aktualisierung: 26.01.2013