Dosierung bei Niereninsuffizienz
Aceclofenac
 
Q0 * > 0.99 [1]
HWZ ** 4 h [1]
Aktive Metaboliten Nicht beschrieben [1].
UAW an der Niere und Harnwegen NSAR können ein akutes Nierenversagen auslösen, wenn die Aufrechterhaltung des renalen Blutflusses von renalen Prostaglandinen abhängt. Risikofaktoren sind insbesondere ein reduziertes effektives Blutvolumen (Herzinsuffizienz, Leberzirrhose, diuretische Therapie), eine chronische Niereninsuffizienz und Komedikation mit Hemmern des Renin-Angiotensin Systems.
In seltenen Fällen können NSAR eine interstitielle Nephritis, Nierenpapillennekrose, Glomerulonephritis und/oder ein nephrotisches Syndrom auslösen.
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Hämodialyse: Nicht beschrieben [1].
Renale Kontraindikation Aceclofenac darf bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR <30 ml/min) nicht angewendet werden [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit leichter Niereninsuffizienz ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich. Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird. Vor allem unter längerfristiger Therapie sollte die Nierenfunktion wiederholt kontrolliert werden [1]. Bei Patienten mit vorbestehender Niereninsuffizienz sollte alternativ Metamizol oder Paracetamol erwogen werden.
Bei GFR <30 ml/min ist Aceclofenac kontraindiziert.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Beofenac® 100 mg Filmtabletten, Stand Februar 2009
 
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Letzte Aktualisierung: 08.10.2012