Dosierung bei Niereninsuffizienz
Atracurium
 
Q0 * 1.0 [1]
HWZ ** 0.33 h [1]
Aktive Metaboliten Laudanosid hat keinen Einfluss auf die muskelrelaxierende Wirkung, ist jedoch möglicherweise neurotoxisch [3].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [3].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [3].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Patienten mit Nierenversagen war der Dosisbedarf bei kontinuierlicher Infusion unverändert [2].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [3].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Atracurium hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Haefeli WE. Pharmakokinetische/Toxikologische Daten. In: von Planta M, Herausgeber. Memorix, Innere Medizin. 4. Auflage. Chapman&Hall; 1996: S. 447-78.
  2. Gramstad L. Atracurium, vecuronium and pancuronium in end-stage renal failure. Dose-response properties and interactions with azathioprine. Br J Anaesth 1987;59:995-1003.
  3. Fachinformation Atracurium HEXAL, Stand Juni 2009
 
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Letzte Aktualisierung: 12.07.2012