Dosierung bei Niereninsuffizienz
Natriumaurothiomalat
 
Q0 * 0.3 bezogen auf den Goldanteil [1-3]
HWZ ** 250 d bezogen auf den Goldanteil [3]
UAW an der Niere und Harnwegen Sehr häufig: Proteinurie
Gelegentlich: Goldnephropathie (Immunkomplex-Nephritis mit nephrotischem Syndrom)
Sehr selten: Dunkelfärbung des Urins [3].
In einer Fallserie von 21 Patienten mit Gold-Nephropathie war diese nach Absetzen reversibel [4].
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde bisher nicht untersucht.
Ein Fallbericht spricht dafür, dass Gold mittels Peritoneal-Dialyse eliminierbar ist [5].
Renale Kontraindikation Erkrankungen der Nieren [3].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sollte Natriumaurothiomalat nicht angewendet werden.
Bei Zeichen einer renalen Toxizität Unterbrechung der Gabe von Natriumaurothiomalat erwägen.
Monitoring: Kreatinin, Proteinurie, Hämaturie.
 
Referenzen
  1. Haefeli WE. Pharmakokinetische/Toxikologische Daten. In: von Planta M, Herausgeber. Memorix, Innere Medizin. 4. Auflage. Chapman&Hall; 1996: S. 447-78.
  2. Pharmacokinetic data. In: Goodman & Gilman’s. The Pharmacological Basis of Therapeutics. 9th ed. New York: McGraw-Hill; 1996. Table A-II-1.
  3. Fachinformation Tauredon, Stand November 2012
  4. Hall CL, Fothergill NJ, Blackwell MM, Harrison PR, MacKenzie JC, MacIver AG. The natural course of gold nephropathy: long term study of 21 patients. Br Med J (Clin Res Ed) 1987;295:745-8.
  5. Combs RJ, Dentino MM, Lehrman L, Szwed JJ. Gold toxicity and peritoneal dialysis. Arthritis Rheum 1976;19:936-8.
 
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Letzte Aktualisierung: 03.02.2016