Dosierung bei Niereninsuffizienz
Atorvastatin
 
Q0 * > 0.7 [1,2]
HWZ ** 16 h In der Literatur werden Werte zwischen 14 und 19 h aufgeführt. Angegeben ist eine mittlere HWZ [1,2].
Aktive Metaboliten Ortho und parahydroxylierte Derivate
Q0: Hoch (≥ 0.7).
HWZ: etwa 25 h
In der Literatur werden Werte zwischen 20 und 30 h aufgeführt. Angegeben ist eine mittlere HWZ.
Aktivität: Ähnlich wie Atorvastatin.
Konzentration: Annähernd 70 % der zirkulierenden Hemmaktivität für die HMG-CoA-Reduktase wird den aktiven Metaboliten zugeschrieben.
UAW an der Niere und Harnwegen HMG-CoA-Reduktase-Hemmer können dosisabhängig zu Myopathie und Rhabdomyolyse mit oder ohne akutem Nierenversagen führen.
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Atorvastatin hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Atorvastatin. Stand der Information: 6/2003. [monograph on CD-ROM]. Klasco RK, editor. DRUGDEX® System. MICROMEDEX Inc. Greenwood Village, Colorado.
  2. Fachinformation Sortis® 10/20/40 mg, Stand Januar 2003
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2017 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 23.03.2011